 
Schriftsteller Friedrich Glauser
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Im Hotel Krone im thurgauischen
Fischingen tafelt an einem Samstag im Oktober 1951 eine kleine
Hochzeitsgesellschaft. Brautvater ist Wachtmeister Jakob Studer von der
Stadtpolizei Zürich, dessen Tochter sich mit dem Thurgauer Polizeikorporal
Albert Wirz vermählt hat. Der Familienausflug nimmt eine unerwartete
Wendung, als kurz vor der nächtlichen Rückfahrt ein Toter im Garten
des Gasthofs entdeckt wird. Eine zugespitze Fahrradspeiche steckt im noch
warmen Körper, was Unfall oder Selbstmord ausschliesst. Wachtmeister
Studer, der als gewiefter Kriminalist eine
"grenzüberschreitende" Popularität geniesst, beginnt
unverzüglich mit den Ermittlungen. Dabei muss er vorsichtig sein, denn
eigentlich hat er im fremden Kanton keine Amtsbefugnis. Doch bis das
"Rösslispiel" aus der Stadt eintrifft, bleibt ihm genug Zeit, um
schon einmal zu sondieren. Und das macht der abgebrühte Polizeiveteran auf
seine berühmt-berüchtigte Art: unauffällig, kameradschaftlich
und ausgesprochen effizient. Bevor er aber das Geheimnis um den Ermordeten
klären kann, erschüttert ein weiterer Todesfall die kleine Gemeinde.
Was als Vergnügungsreise begann, wird für Studer zu einer Expedition
in menschliche Abgründe.
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